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Samstag, 29. März 2008

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Frage der Woche: Kommt der Osten je auf eigene Beine?

Leipzig kreativ

Lukasz Gadowski

Samstag, 29. März 2008

Leipzig ist die richtige Wahl für Kreative - also auch für Unternehmer, denn gerade die müssen kreativ sein, um Erfolg zu haben. Hier ist Platz für neue Ideen: große Fabrikhallen, viel alte Bausubstanz zum Aus- und Umbauen.

Lukas Gadowski ist Gründer und Aufsichtsratschef von Spreadshirt.

Dieser Platz zieht Kreative an. Deren Anwesenheit bedeutet dann auch für andere Branchen einen Standortvorteil, denn Firmen siedeln sich dort an, wo das kreative Milieu ist - nicht umgekehrt. In Leipzig gibt es die HHL, die international angesehene Handelshochschule und die HGB, die Hochschule für Grafik und Buchkunst. Sie stehen für die beiden Facetten von Kreativität: Unternehmertum und Kunst.

An der Schnittstelle von Kreativität und BWL ist ja auch Spreadshirt entstanden, eine Firma, die von der Rentabilisierung kreativer Ideen lebt. An der Verbindung liegt also viel, auch wenn sie oft geleugnet wird: manche Kreative sind nämlich immer noch der Meinung, dass Wirtschaft vor allem bedeute, seine Seele zu verkaufen. Dieser imaginäre "Gegensatz" von Geist und Geld ist schädlich, ein Schnitt ins eigene Fleisch! Dabei kann gerade ein Verständnis von Kulturökonomie helfen, die eigene kreative Leistung wertzuschätzen - und auch angemessen dafür bezahlt zu werden.

Leipzig ist nicht zu groß und nicht zu klein und bietet deshalb gute Chancen

Für mich hat Leipzig genau das richtige Format - nicht zu groß und nicht zu klein, keine Dauerstaus auf den Straßen. Eine umtriebige Szene stellt eine Menge auf die Beine, viele Impulse kommen dabei von "unten" bzw. aus der Mitte: Das Stadtmarketing konzentriert sich meiner Meinung nach zu sehr auf den Nimbus der "Bachstadt". Die Geschichte Leipzigs ist faszinierend, kein Zweifel, aber junge Leute treffen sich mitunter außerhalb der Konzertsäle, auf den Festivals Designers' Open und F-Stop, auf der Musikmesse Pop-Up, in der Baumwollspinnerei. Auch das sind Tourismus-Faktoren.

Leipzig ist infrastrukturell begünstigt

Im Zentrum Europas gelegen, ist Leipzig infrastrukturell begünstigt. In diesen Tagen wird das DHL-Drehkreuz von Brüssel nach Leipzig verlegt, Porsche und BMW haben Werke hier errichtet. Die spannende Aufgabe für die Politik besteht darin, das Wachstum jetzt nicht auszubremsen, sondern zu begünstigen.

Seht, was ihr angerichtet habt

Olaf Baale

Samstag, 29. März 2008

Die alten Fotos zeigen junge Männer mit leuchtenden Augen und einem arglosen Lächeln. Und die Frauen: selbstbewusst, unabhängig und leidenschaftlich. Wir waren wohlstandshungrig, leistungsbereit, wir hatten Biss. Und dann fiel der Eiserne Vorhang.

Olaf Baale ist Journalist und ehemaliger DDR-Bürger. Von ihm stammt das Buch "Abbau Ost".

Bis zur deutschen Einheit konnten die DDR-Bürger für sich selbst sorgen. Es gab Mangelerscheinungen, nur waren die nichts DDR-Spezifisches, sondern für den gesamten Ostblock typisch. Die DDR-Wirtschaft hielt sich sogar vergleichsweise gut in dem engen planwirtschaftlichen Korsett. Dabei wurden nicht nur beachtliche Exportüberschüsse in den Ostblock erzielt (Bezahlware gegen sowjetisches Erdöl), es wurden auch jede Menge Waren in die Bundesrepublik geliefert.

Und dann dieses Märchen von der angeblich so maroden DDR-Wirtschaft. Äußerlich sahen viele VEBs wirklich nicht einladend aus, aber entscheidend für die Bewertung eines Unternehmens sind nicht die Werkhallen und Maschinen, sondern die Mitarbeiter, und die wollten alles geben.

Wäre der Osten sich selbst überlassen, würden binnen Tagen die Lebensmittel ausgehen

Achtzehn Jahre später sähe es in ostdeutschen Supermarktregalen ohne Warenlieferungen zumeist westdeutscher Produzenten traurig aus. Auf sich allein gestellt, wäre die ostdeutsche Wirtschaft nicht in der Lage, die eigene Bevölkerung mit dem Notwendigen zu versorgen. Bei dem hohen Grad der Arbeitsteilung hätte damit jede entwickelte Industriegesellschaft ihre Probleme, insofern handelt es sich nur um ein Gedankenexperiment, das die ostdeutschen Defizite verdeutlichen soll. Würde man aber Ostdeutschland heute sich selbst überlassen, müsste die internationale Staatengemeinschaft binnen weniger Tage Lebensmittel, Medikamente und Verbandsmaterial bereitstellen, und in der kalten Jahreszeit obendrein Decken und Heizmaterial spenden, damit die schlimmste Katastrophe abgewendet werden kann.


Danke für all das schöne Geld

Der Solidarpakt läuft aus, doch ein Ende der Transferleistungen ist nicht abzusehen. Der Osten kann sich nicht isoliert zur Wachstumsregion entwickeln. Ökonomisch betrachtet wäre es das günstigste, der ostdeutschen Bevölkerung den Umzug ins alte Bundesgebiet zu bezahlen und das frühere Territorium der DDR – abgesehen von wenigen Wirtschaftszentren – der Natur zu überlassen. Nordrhein-Westfalen mit ähnlicher Einwohnerzahl hat fast zwanzigmal so viele Unternehmenssitze wie Ostdeutschland. Die Bezeichnung "Mezzogiorno" wäre ein unverdientes Lob für den Osten, denn das Leistungsbilanzdefizit zwischen Ost- und Westdeutschland ist weitaus größer als das zwischen Süd- und Norditalien.

Doch der Osten holt nicht auf, im Gegenteil, er fällt weiter zurück. Und das nicht nur gegenüber Westdeutschland, frühere Ostblockstaaten lassen, was wirtschaftliche Dynamik betrifft, Ostdeutschland längst hinter sich. Länder wie Ungarn, Polen, Estland, die Slowakische Republik, die Tschechische Republik vermelden seit über anderthalb Jahrzehnten Wachstumsraten, die deutlich über denen des Beitrittsgebiets liegen. Jetzt wird deutlich, was noch vor wenigen Jahren kaum jemand auszusprechen wagte: Die Bundesrepublik hat unter dem Banner der deutschen Einigung eine 108 000 Quadratkilometer große Problemregion mitten in Europa geschaffen und Millionen voller Vertrauen und Enthusiasmus in die Vereinigung gestartete Menschen betrogen und ihrer Existenzgrundlage beraubt.

Nachricht von einem verlorenen Volk

Heute werden im wieder vereinigten Deutschland Milliardensummen für die Renaturierung jahrhundertealter Industriestandorte ausgegeben. Junge Menschen wandern ab, und wenn die alte Generation ihre Häuser verlässt, sind sie Vandalismus und Verfall preisgegeben. Nirgendwo schreitet die demografische Alterung so rasant voran wie in Ostdeutschland. Seit der deutschen Einheit, im Laufe von noch nicht einmal einer Generation hat sich der Osten von einer der jüngsten zur demografisch ältesten Region in Europa entwickelt. Die gravierendsten Auswirkungen der deutschen Einheit werden erst in den kommenden Jahren sichtbar und in der gesamten westlichen Welt auf Interesse stoßen.

Die Zwangsläufigkeit der bevorstehenden Ereignisse macht Ostdeutschland zu einem Studienobjekt. In Mitteldeutschland, der Wiege des industriellen Fortschritts auf dem europäischen Kontinent, erobert sich die Natur ihre einstmals abgetrotzten Lebensräume zurück. Dies ist nicht das letzte Wort der Geschichte. Irgendwann werden Menschen, angetan von den geradezu idealen Bedingungen, die verlassenen Kulturlandschaften neu entdecken, irgendwann kommt es zu einer wirtschaftlichen Renaissance. Die ostdeutschen Landstriche sind geradezu prädestiniert für die menschliche Besiedlung – das gemäßigte Klima, eine brauchbare Infrastruktur und eine lange zurückreichende unternehmerische Tradition. Ostdeutschland wird den Anschluss finden, nur eben nicht morgen, nicht im bevorstehenden Jahrzehnt, nicht in dieser Generation.

pro

Donnerstag, 03. April 2008, 18:10:46

uwe vogel aus Leipzig: Es tut so gut, das zu lesen.

Mit Ausnahme von Herrn Meiers Beitrag tut es einfach gut, beim Lesen zu spüren, dass es doch noch kluge und streitbare Leute gibt, die sich engagieren und einmischen. Insbesondere was Herr Pauksch schreibt ist es wert, in der online-Ausgabe der Faz gelesen zu werden.

Ich bin viel in der Welt herum gekommen. Jedesmal, wenn ich in Leipzig lande, spüre ich die Besonderheit der Stadt: ein großer (Passagier-)Provinzflugplatz, wo alle Abflüge eines Tages auf eine Tafel im Terminal passen. Gegenüber, taghell in den Nachtstunden, ein ganz anderer Flughafen-der Frachtflughafen. So reizvoll Gegensätzliches auf engem Raum bietet wohl nur Leipzig. Deswegen wird Leipzig von jeher zugleich geliebt und verflucht. Doch dazu muss man es erst einmal kennenlernen. Und das trifft auf ganz Deutschland zu. Leider tragen Politik, Gewerkschaften und der Journalismus wenig bei, dass Meinungen wie die vom Schriftsteller und die von Herrn Meier bald wirkliche Einzelmeinungen sein werden.


neutral

Mittwoch, 02. April 2008, 01:59:13

Christian Odenthal aus Winterberg, jetzt Frankfurt: Deutschland und seine Gegenden

Kurz ein paar Punkte aus meiner Sicht zum "Zusammenwachsen" Deutschlands:
Ich komme aus Winterberg im Sauerland. Ich kenne L, DD, C, die Müritz. Das ist vielleicht nicht viel, ich bin aber auch westlich von Cochem noch nie gewesen, noch nie in Regensburg, noch nie im Emsland (z.b.). Für mich ist also der "Osten" genauso oder auch nicht bekannt wie viele Gegenden des"Westens". Und wie mir geht es vielen jüngeren "Wessis".

Ein Kollege war in 07 (beide ende 20) mit seiner Freundin in Quedlinburg, weil er einen Kurzurlaub in einer schönen Stadt verleben wollte. Osten? Schönes Fachwerk, egal wo!
Alle die ich in meinem Alter kenne (fast ausschließlich Westler, ca. Ende 20) finden dass L, DD, B schöne Städte sind, in denen es sich gut leben ließe. Gleichzeitig mag niemand die typischen "Malocherstädte" im Ruhrgebiet. Meine Schwester mag München nicht wegen der Bussi-Gesellschaft.

Deswegen finde ich die Unterscheidung zwischen neuen und alten Bundesländern langsam obsolet.


pro

Dienstag, 01. April 2008, 01:50:58

Sascha-Andre´ Liehr aus Berlin: Im "Osten" liegt die einzige deutsche Metropole von Weltrang

Es wird Zeit den Begriff Osten / Ostdeutschland und seine
vermeintliche Zuordnung abzuschaffen. Denn im "Osten"
Deutschlands liegt zur Verwunderung aller FAZ-lesenden Westdeutschen die Hauptstadt der Bundesrepublik und eine der blühendsten Metropolen der Welt: Berlin !

Der "Osten" ist eine willkürliche verkürzte Bezeichnung.
Ebenso könnte man die Frage stellen, "kommt das Ruhrgebiet jemals auf die Beine?" ohne dabei Essen und Düsseldorf mit einzubeziehen.

Die Region Leipzig/Dresden wird sich ebenso wie Berlin in den nächsten Jahrzehnten prächtig entwickeln und einen starken Wirtschaftskern herausbilden.


neutral

Montag, 31. März 2008, 22:18:58

Wolfgang Pauksch aus Dresden: Der Osten kommt auf die Beine, aber es wird dauern

"Seht, was ihr angerichtet habt" trifft leider zum großen Teil zu. Die Politik, alle gesellschaftlich relevanten Verantwortlichen, haben versagt. Das liegt einfach daran, dass die große Mehrheit der Verantwortlichen nicht zur Kenntnis nimmt, dass wir ein einheitliches Deutschland, ein Volk, sind. Im Wesentlichen wird alles durch Westdeutsche geregelt und entschieden.

Diese Verantwortungsträger sind ohne DDR- bzw. ohne Ostbezug sozialisiert (typische Vertreter: Schröder, Lafontaine). Diese Leute haben bis heute kein Gefühl oder Bewusstsein für ein Gesamtdeutschland entwickelt. Das kann man ihnen vielleicht nicht einmal vorwerfen. Die großen Ausnahmen gibt es natürlich auch, dazu zähle ich z. B. Helmut Kohl oder Kurt Biedenkopf, auch Willi Brandt gehörte dazu. Diese Herren sind allerdings auch noch durch die Zeit vor 1945 geprägt. Das entbindet aber nicht die heutigen Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Gewerkschaft und allen relevanten Gruppierungen, sich der Zeit zu stellen.

In wenigen Beispielen kann man sehen, was hier so alles falsch läuft:

Im Osten müssen die Löhne niedrig sein und die Arbeitszeit muss länger sein. Angeblich ist die Produktivität niedriger. Die wenige Industrie, die es im Osten gibt, ist meist auf einem besseren Stand als im Westen, z. B. VW oder BMW oder Chip-Industrie. Allerdings gibt es durch die geringe Industrialisierung insgesamt natürlich weniger Wertschöpfung, geringere Steuereinnahmen. Deshalb wird der Osten ewig Transfers brauchen.
Das hätte so nicht sein müssen. Mit Sonderwirtschaftszonen hätte man viel auffangen können. Das ginge sogar immer noch. Aber es gibt niemanden, der es durchsetzen kann, weil aus jeder Ecke in Deutschland Widerstand käme. Lieber zahlt man Transfers nach dem Osten, als sich eine Konkurrenz dort zu schaffen. Lieber rechnet man bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit dem Osten vor, wie viel Geld dorthin geflossen ist und fließt. Dass ca. 60% wieder zurückgeflossen sind bzw. fließen, wird natürlich nicht erwähnt. Es wird auch nicht erwähnt, dass in 40 Jahren DDR die "Transfers" in den Westen flossen. Komplette Produktionen der Bekleidungsindustrie, von Kühlschränken, der Strumpfindustrie und vielem anderen gingen zu Billigstpreisen in den Westen (z. B. ein Anzug für 1,50 DM oder ein Oberhemd für 0,75 DM). Milliarden an Reparationen wurden von Ostdeutschland an Russland gezahlt, für einen von ganz Deutschland verlorenen Krieg. Es wird sonst alles erfasst und gezählt und geforscht und es gibt -zig Institute, die sich damit befassen. Aber darüber gibt es keine Zahlen, oder sie werden bewusst verschwiegen.

Die Tarife sind im Osten grundsätzlich niedriger als im Westen. Das wird dem Osten immer als Standortvorteil suggeriert. Wenn aber ein Ostunternehmen mit seinem "Standortvorteil" dem Westunternehmen Konkurrenz machen und dort Aufträge ausführen will, dann muss er Westtarif zahlen. Was ist dann mit dem sog. Standortvorteil? So etwas kann man sich nur mit einem "Westhorizont" ausdenken. Wieso darf nach 18 Jahren deutsche Einheit der Ostunternehmer nicht die gleichen Bedingungen haben wie der Westunternehmer?
Ein anderer Grund für die niedrigeren Tarife sind angeblich die geringeren Lebenshaltungskosten. Heute kann man in der Zeitung lesen, Energie in Leipzig kostet 2483 €, in München 2004 € im Jahr für einen Musterhaushalt. Benzin unterscheidet sich nicht, die Bahn oder Postgebühren u. v. a. kosten auch nicht weniger. Es gibt nur die üblichen örtlichen Unterschiede wie in ganz Deutschland.

Zu den aktuellen Tarifverhandlungen im Öffentliche Dienst:
Wieso kann ein Westdeutscher nicht genau solange arbeiten wie ein Ostdeutscher? Und wieso muss der Ostdeutsche die gleiche Arbeit für weniger Geld tun? Wieso bekommen die einen die Tariferhöhung rückwirkend ab 1. Januar 2008 und die anderen erst ab 1. April? Wieso können in 18 Jahren deutsche Einheit die Tarife nicht angeglichen sein? Wieso kann man 80% der Deutschen nicht zumuten, dass sie einmal einige € weniger Lohnzuschlag verkraften sollen, damit die Kollegen aus dem Osten aufholen und den gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen können?
Einerseits spricht kein Mensch darüber, dass im Osten selbstverständlich jeder seine 40 Stunden im öffentlichen Dienst arbeitet, andererseits verhandelt Bsirske für den westdeutschen öffentlichen Dienst, ob jemand 38,5 oder 39 oder 39,5 Stunden arbeiten muss, 40 Stunden wäre ja unannehmbar. Das ist skandalös. Ich kann dazu nur sagen, dass die Verantwortlichen hier nur Glück haben, dass der Osten sehr leidensfähig durch 40 Jahre DDR geworden ist. Trotzdem sind Deutsche erster und zweiter Klasse nicht zu akzeptieren.
Über die Renten und die Renten-Angleichung könnte man auch eine Story schreiben. Das spare ich mir. Ich hörte gestern, dass 80% der Rentnerhaushalte über mindestens 2500 € monatlich verfügen können. Dass es im Osten überhaupt einen Rentnerhaushalt mit diesem Wert gibt, muss ich sehr bezweifeln. Sicher gibt es dafür eine Zahl, diese wird selbstverständlich nicht erwähnt.

Der Rechtsextremismus im Osten und wie man damit umgeht ist ein weiteres Problem. Soweit ich weiß, ist in jedem westdeutschen Parlament schon einmal irgendeine rechte Partei vertreten gewesen. Das ist die eine Seite. Dass westdeutsche Rechte im Osten auf unzufriedene Leute treffen und dies für sich ausnutzen, ist irgendwie logisch.
Wo kommen die Leute her, die im Sächsischen Landtag sitzen? Zum Teil aus dem Westen! Sich dann hinzustellen und bestimmte Gebiete als NoGo-Areas zu bezeichnen (z. B. Karsten Heye), ist ziemlich daneben. Warum ist denn dann Herr Heye nicht zu seinen eigenen Genossen gegangen und vielleicht selbst vor Ort im Osten aufgetaucht, um zu klären, was da schief läuft. Übrigens gibt es auch NoGo-Areas in westdeutschen Großstädten, aber aus anderem Grund. Darüber spricht niemand. Aber jeder weiß es.
Ich hoffe auch, dass die Rechten im Sächsischen Landtag wieder verschwinden. In aktuellen Umfragen sind sie draußen.

So sehr Herr Baale Recht hat, so kann man ebenfalls Herrn Gadowski zustimmen. Ich habe kürzlich einen Herrn in Leipzig erlebt, der aus Baden-Würtemberg kam und zusammen mit einer Ingenieurin aus Leipzig ein Unternehmen aufgebaut hat. Der war 100% von den Chancen in Leipzig überzeugt. Ich habe einmal vor vielleicht einem Jahr einen Artikel gelesen, da wurde beklagt, dass im Raum Dresden in einem Zeitraum doppelt soviel Neugründungen (ich glaube 75) in der Chip-Industrie erfolgt sind wie in München.
Aber wenn immer noch 2/3 der Westdeutschen Ostdeutschland noch nie betreten haben und die Politik oder die Medien nichts dagegen tun oder glatt den Osten verteufeln, dann wird eine Veränderung der gegenwärtigen Situation noch sehr lange auf sich warten lassen.

Ein Trost für mich ist Berlin. Berlin ist unwahrscheinlich anziehend. Ich kann das spüren. Ich bin jedes Jahr für einige Tage dort.
Längst überfällig ist der Umzug aller Ministerien von Bonn nach Berlin. Diese Geldverschwendung mit zwei Regierungssitzen ist haarsträubend. Vor allem dokumentiert das auch noch immer die Teilung. Wir haben das alte Problem: Niemand traut sich dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Wahrscheinlich fordert dann Bonn ein zweites Mal eine Abfindung in Milliardenhöhe. Da so wichtige Städte wie Leipzig und Dresden nur 100 bis 180 km im Umkreis von Berlin liegen, wird Berlin mit zunehmender Zeit auf das Umland ausstrahlen.
Übrigens, auch die schlesische Metropole Breslau wird dem Osten zugute kommen, sie ist auch nur 180 km von Dresden entfernt.

Ich kenne den Westen aus eigener beruflicher Erfahrung. Ich habe 11 Jahre dort gearbeitet. Es gibt keinen wirklichen Unterschied zwischen Ost und West. Aber den verlorenen Krieg hatte und hat in erster Linie der Osten auszulöffeln, erst mit 40 Jahren DDR und nun noch viele Jahre im geeinten Deutschland.

Vielleicht klingt das wenig optimistisch. Aber es ist die Realität.
Trotz alledem geht es mir wesentlich besser, als es mir unter dem DDR-Regime gehen würde. Es wird wohl noch Generationen dauern, bis Deutschland wirklich ein Land ist.
Dann wird Mitteldeutschland eine blühende Landschaft sein und man wird dorthin schauen und dorthin gehen. Wetten?


contra

Montag, 31. März 2008, 19:24:29

Peter Müller aus Berlin: von Wölfen und Bären

Warum genau bedauert man in Frankfurt am Main eigentlich, dass über Polen nun Wölfe nach Ostdeutschland gekommen sind? Sollten wir sie lieber präventiv erschießen wie den Problembär Bruno und ihre Kadaver ins Museum stecken, wie das in Bayern mit dem Braunbären passiert ist? Und dann der Welt sagen: seht mal: bei uns war für zehn Tage ein Bär! Hier, schaut, wir haben ihn für euch abgeknallt, damit ihn bei uns angucken könnt!


contra

Montag, 31. März 2008, 14:17:52

Iris Homuth aus Dorf im Osten- Nähe Berlin: Contra

Viele Städte, z.B. Leipzig sind lebenswert und werden sich gut entwicklen.
Dann gibt es noch die Gegenden, in die man nur fährt wenn man mal ganz alleine sein möchte- die Randgebiete- z.B. Prignitz und Uckermark in Brandenburg. Hier ist mit Transfergeldern eine supermoderne Infrastruktur geschaffen worden und es ist jetzt schon kaum jemand da, der diese nutzen kann.

Betrachtet man das Ganze mal historisch sieht man, hier waren vor dem Krieg die großen Güter, wer beschäftigt war, war das in der Landwirtschaft, die heute nur noch einen Bruchteil an Menschen beschäftigen kann. Erfolglose Großprojekte in Brandenburg zeigen, dass auch mit noch so viel Geld keine Industrieansiedlung zu erzwingen ist. Viel wichtiger wäre es Alternativen zu finden, vorhandene Initativen zu stärken, nicht zu jammern und die Flächen nicht nur als Windkraftanlagenstandorte und Naturschutzgebiete auszuweisen. Glückwunsch an Leipzig zur Aufnahme in das Ranking!


contra

Montag, 31. März 2008, 11:52:41

Lea Karow aus Paderborn/Potsdam: Die Frage muss lauten: Darf der Osten überhaupt auf die Beine kommen?

Die Antwort muss lauten: NEIN! Denn wo soll das hinführen?! Das brächte Arbeitsplätze für die Eingeborenen dort, und damit Arbeitsplatzabbau im Westen! Außerdem könnte man die Colonials im Osten dann nicht mehr als minderwertige Bettler beschimpfen, die uns auf der Tasche liegen – und dann mit ihrem Schicksal auch noch unzufrieden sind.

Das wäre auch schlecht für's mühsam anerzogene Selbstbewusstsein (das die ostdeutschen Ignoranten auch noch ständig als frech als "Arroganz" diffamieren, es ist ein Elend mit diesen Leuten), außerdem könnten wir nicht mehr so schön jammern, dass uns die Transferleistungen für die ostdeutschen Schmarotzer kontinuierlich an den Bettelstab bringen. Also, soweit darf es nicht kommen, liebe Landsleute!

Nein, eines muss klar sein: Der Osten gehört uns! Die Ostler sollen nicht arbeiten und Besitz erwerben, sondern ihre Transferalmosen bei uns ausgeben! Wir wollen doch schließlich uns selbst subventionieren und nicht die da drüben!


pro

Montag, 31. März 2008, 11:05:31

Burkhard Pohl aus Erfurt: Das Problem mancher Ex-DDR-Bürger

"Wäre der Osten sich selbst überlassen, würden binnen Tagen die Lebensmittel ausgehen."...abgesehen von dem Unsinn, den Baale hier von sich gibt, zeigt sich m. E. folgendes Problem:
Leute wie er sind während und nach der Wende zu Hunderttausenden in den Westen gegangen. Dort haben sie sich vollständig assimiliert.

Als meinungsbildende Bevölkerungsgruppe mit eigenständiger Biografie (DDR-Hintergrund) sind sie faktisch nicht mehr wahrnehmbar - geräuschlos verschwunden!
Schade nur: Mit ihren Erfahrungen könnten sie positiv auf bzw. in Ost und West wirken, tun es aber nicht! Das Potential Hunderttausender mit DDR-Hintergrund für ein Zusammenwachsen beider Hälften liegt brach. Statt dessen haben sich viele den im Westen weit verbreiteten und beliebten Hang zur "Jammertalisierung" des Ostens zu eigen gemacht. Vielleicht brauchen das auch manche als nachträglichen Rechtfertigungsgrund für den Weggang und das Abbrechen vieler Brücken und Bindungen.


neutral

Montag, 31. März 2008, 11:00:20

Stompe Manuel aus Weimar: Kein Unterschied

Für mich gibt es kein "Osten" und "Westen" mehr.
Bin wahrscheinlich zu jung, um solchen eingefahrenen Dingen folgen zu können.
Mir würden viel mehr Städte einfallen die man benennen kann. Es wird noch einige Zet dauern bis diese "Rivalitäten" vorbei sind, nämlich dann wenn meine Generation älter geworden ist. Eine, die nicht mit "Ost" und "West" aufgewachsen ist.


neutral

Montag, 31. März 2008, 08:23:04

Michael Fichtner aus Nordhausen: Frage nach dem Warum..

Statt "Pro" oder "Contra", sollte man sich die Frage stellen, warum der Osten nicht auf die Beine kommt! Ständig wird von der Industrie der Facharbeitermangel beklagt, aber wodurch ist der entstanden?

Das Problem ist, das alle bzw. die meist gut ausgebildeten Fachleute gleich nach der Wende in die alten Bundesländer gegangen sind und vielen andere Leute, die im Berufsbildungssektor ausgebildet haben, wurden in der BRD die Anerkennung der Ausbildung versagt. Nach der Wende wurde auch in DDR-Betrieben die ganzen "Flaschen" entlassen, die man bisher mitgeschleppt hatte, die dann alle in die neugegründeten Ämter gestolpert sind und dort heute noch sitzen und so tun, als ob sie etwas zu sagen haben. Die restlichen Fachleute wurden erst im Laufe der Neunziger Jahre entlassen, genau die die Arbeitslosenwelle! Ein anderes ist die Lohnproblematik - Wieso sollte ein Facharbeiter oder Akademiker im Osten bleiben, wenn im Westen die Löhne 2 - 3mal so hoch sind?


pro

Montag, 31. März 2008, 08:19:54

Daniel Kasack aus Leipzig / Aachen: Wessi pro Leipzig

Ich komme aus dem Westen, habe jahrelang in Aachen gelebt. Leipzig kenne ich jetzt seit fast zwei Jahren und ich bin begeistert.
Diese Stadt lebt! Die Innenstadt hat mehr Flair und Eigenständigkeit als viele Städte im Westen. Das studentisch geprägte kulturelle Zentrum im Süden der Stadt bietet alles, was das "kreative" Herz begehrt.

Der Grünstreifen, der sich durch die gesamte Stadt zieht, sucht seinesgleichen und begeistert durch tollte Freizeitmöglichkeiten. In welcher deutschen Stadt kann man über Kanäle rudern und sich die Stadt vom Wasser aus angucken?

Natürlich gibt es in Leipzig Probleme: Marode Bausubstanz, kaputte Straßen, hohe Arbeitslosigkeit und riesige Plattenbauviertel.
Aber in dieser Stadt gibt es nicht nur den Geist des Aufbruchs, es passiert auch wirklich was: DHL, Amazon, Porsche und BMW haben sich angesiedelt, Spreadshirt und die HHL sind neu oder wieder aufgezogen worden. Große Teile der Stadt sind saniert und bieten exzellente Wohnqualität zum Sonderpreis.


contra

Montag, 31. März 2008, 07:30:04

Marcel Meier aus Hamburg: Niemals

Solange der "Osten" mit Transferzahlungen wunderbar leben kann, wird sich dort gar nichts ändern. Warum auch, das Geld zum Frühstücken kommt ohne Anstrengung aus dem Westen.
Gegen die zunehmende Ablehnung der Westdeutschen wird die Linke gewählt.

Ostdeutschland weist Analogien zu Afrika auf.
Ewiges Jammern und Forderungen stellen.
1.400.000.000.000 Euro später : Nicht benötigte Infrastruktur im Osten, volle Sparbücher(Umtausch 1:1 West-Ostmark), zu hohe nicht erwirtschaftete Altersrenten und imense Sozialtransferzahlungen.
Eines noch, Osten zahlt zwar auch Soli, aber auf Rente und Stütze wird er nicht erhoben!


neutral

Montag, 31. März 2008, 01:15:42

Alexander Schenk aus Dresden: Kommt der Osten je auf eigene Beine?

Es ist nicht die Frage, ob der Osten auf die Beine kommt, sondern wie er sich entwickelt. Da ich schon beide Gebiete kennengelernt habe, weiß ich, dass die Entwicklungsunterschiede nicht allgemein zwischen Ost und West bestehen, sondern regionaler Natur sind. Neben Gebieten, die Leuchttürme für ganze Regionen darstellen (z.B. Leipzig und Dresden), entwickeln sich andere Gebiete zu verlassenen Gegenden.

Dies schmerzt zum einen, zum anderen profitieren Regionen wie München, Stuttgart,... von diesen Migrationsbewegungen und ermöglichen erst das gesamtwirtschaftliche Wachstum.
Die Entwicklungen des wirtschaftlichen Rückgangs mit all seinen Begleiterscheinungen sind längst in Teilregionen wie dem Westharz (Niedersachsen) angekommen. Die Mittel zum Umgang mit den Phänomenen werden derzeit im Osten erprobt.
Auf der Grundlage der verbleibenden und zurückkehrenden Menschen in die Ostregionen werden sich Gebiete mit Brückenkopffunktion nach Prag, Warschau, Budapest entwickeln.


pro

Montag, 31. März 2008, 00:28:48

Timmy Selle aus Magdeburg, Student in Leipzig: Egal ob "Ost" oder "West"

Es sollte nicht immer die Frage sein, ob der "Osten" auf die Beine kommt. Deutschland ist seit 1990 geeint und damit sollte gearbeitet werden. Die neuen Bundesländer haben ihre Probleme, für die wohl beide Seiten verantwortlich sind. Grundlegend ist aber, dass der deutsche Teil, den die neuen Bundesländer einnehmen, das gleich starke Potential aufweisen wie die alten Bundesländer.

Der Unterschied besteht vielmehr im Inhalt. Das Potential der neuen BL erlebte 40 Jahre lang eine ganz andere Geschichte und Entwicklung als das der alten BL. Mit diesem besonders anderem Potential muss gearbeitet werden. Da Deutschland geeint ist, kommt diese Ausschöpfung der Potentiale auch den alten BL zu Gute. Leipzig repräsentiert dabei die Vorzeige-Stadt, in der noch viel Potential schlummert und eine Chance bekommen muss. Dies kann aber nur funktionieren, wenn die neuen BL als ein anders geprägter Teil eines Ganzen angesehen werden.


pro

Sonntag, 30. März 2008, 23:26:38

Andreas Noreikat aus Essen: Leipzig - das intellektuelle Zentrum Ostdeutschlands

Bedauerlich, dass Leipzig keine besseren Für- oder "Wider-"Sprecher gefunden hat.
Baale ist Opfer des öffentl. Diskurses Intellektueller, die bis heute nicht verstanden haben, warum das mit dem Sozialismus nicht funktioniert hat ... und sich offenbar auch nicht mit der Notwendigkeit des Mauerbaus für die Existenz der DDR auseinandersetzen wollen.

Gadowski ist ein Vorbild. "Raum für ... " hätte man allerdings auch über Gera oder Duisburg sagen können.

Leipzig ist eine faszinierende Stadt. Das "auf eigenen Füßen stehen" kann aber nicht funktionieren, weil das Zerschlagen der Wirtschaftsverfassung jenseits der Elbe nach ´45 unumkehrbare Verhältnisse geschaffen hat. Eine Folge: Die ostdeutschen "TopPerformer" bilden den "brain drain" - hätten ihn ohne Mauer schon vor ´89 gebildet - der einerseits die wirtschaftliche Hochleistungsmaschine des Westens (mit)antreibt aber andererseits das "Aufholen" verhindert.
Es geht nicht um "Häme", es geht um die Realität.


pro

Sonntag, 30. März 2008, 19:34:14

Stefan Zenker aus Leipzig: Nicht "Ob". "Wie"!

Ich kann mich grundsätzlich Frau Kucharski-Huniat nur anschließen. Wird der Osten je auf eigene Beine kommen? Ja. Die interessantere Frage ist, wie.
Ich bin in den neuen (nach 18 Jahren wohl eher neueren) als auch in den alten Bundesländern zur Schule und Universität gegangen. Erschreckend, wieviele Vorurteile auf "beiden Seiten" innerhalb eines eigentlich geeinten Deutschlands bestehen.

Diese gründen, so zeigt es die Erfahrung, auf schierer Unwissenheit, was alles noch misslicher macht. Dabei nehmen sich Ost- und Westdeutsche nichts. Ostdeutschland ist zwiegespalten. Ländliche Gegenden geben Anlass zur krassen Sorge um jede Zukunftsfähigkeit. Boomstädte wie Leipzig und Dresden (die "Leuchttürme") sind so schön, lebenswert, vital und anziehend, wenn man sie denn erlebt hat, dass ich etwa Leipzig der Größe vergleichbaren westdeutschen Städten jederzeit vorziehen würde. Letztlich ist das "nur" Ausdruck des demografischen Wandels und fehlgehender Politik. "Die Städte packen's jedenfalls".


neutral

Sonntag, 30. März 2008, 18:43:25

Franz Voß aus Büren bei Paderborn: Kommt der Osten je auf eigene Beine?

der deutsche Staat und die EU subventionieren an allen Ecken und Enden...
Bezüglich des regionalen Entwicklung der Wirtschaft und des Städtebaus sollte man m. E. nach relativer Wirtschaftskraft der Regionen fördern.

Die Regionen mit schwacher Wirtschaftskraft (z.B. weniger als 80 Prozent des durchschnittlichen BIP pro Kopf) erhalten eine besondere Förderung als "Bundesausbauregion oder -ort". Das vermeidet unnötige Neuinvestitionen in den Boomregionen und vermeidet das wirtschaftliche und soziale Wüstfallen ganzer Landstriche, nicht nur im Osten.


pro

Sonntag, 30. März 2008, 15:06:07

Susanne Kucharski-Huniat aus Leipzig: Gleichbehandlung eingefordert

Schon beim ersten Beitrag hätte das Misstrauen erwachen müssen. Der Stadt Leipzig wurde mit Häme der letzte Paltz im Städteranking zugewiesen. Eine Anerkennung darüber, dass diese Stadt als einzige ostdeutsche überhaupt in die Bewertung aufgenommen wurde, gibt es nicht.

Wurden die Städte München und Hamburg in den letzten Sonntagsausgaben der F.A.Z. schön beschrieben, wird über Leipzig in der Ausgabe am 30.03.08 so gut wie nichts vermerkt. Stattdessen wird aus dem Buch eines wahrscheinlich durch schlimmste Erlebnisse traumatisierten ehemaligen DDR Bürgers zitiert. Dem Mann müsste geholfen werden. Leipzig muss für den ganzen Osten herhalten. Den Unwissenden wird allerorts graue, düstere Landschaft vorgegaukelt, in der sich die Wölfe ihr Terrain zurück erobern. Ziemlich niedriges Niveau.
"The spirit of Leipzig" oder den Leipzig Virus nennt Prof. Niederwieser, Zugezogener, das Besondere der Stadt in einer Leipziger Zeitung von diesem Wochenende. Leipzig lohnt sich!


Herausgegeben von Werner D'Inka, Berthold Kohler, Günther Nonnenmacher, Frank Schirrmacher, Holger Steltzner

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